Der kleine Hobbit

Der kleine Hobbit gilt neben der Herr der Ringe-Trilogie als das bekannteste Werk von J.R.R. Tolkien. Doch der Zusammenhang zwischen den beiden Werken gehen weit über den kommerziellen Erfolg hinaus; der kleine Hobbit, einst als Kinderbuch konzeptioniert, stellt die Vorgeschichte des Herrn der Ringe dar und macht den Leser mit einigen der wichtigsten Charaktere bekannt, allen voran Gandalf, Bilbo Beutlin und natürlich Gollum. Durch dieses Aufeinandertreffen entsteht auch gleich der erste Berührpunkt mit dem besagten Ring, dessen Bedeutung sich schon im kleinen Hobbit recht deutlich andeutet, obwohl seine Existenz keineswegs der Auslöser von Bilbos Reise war. 

Diese beginnt nämlich aus einem ganz anderen Grund, bei dem einmal der Zauberer Gandalf, die graue Eminenz der gesamten Saga, eine wesentliche Rolle spielt. Anfang und Aufbruch: der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Der kleine Hobbit beginnt im idyllischen Auenland, im Nordwesten des Kontinenten Mittelerde gelegen, wo der Protagonist Bilbo Beutlin ein bis dato friedliches Leben ganz ohne Aufregung führt. Dies ändert sich schlagartig mit dem Erscheinen Gandalfs, dem auf dem Fuße noch 13 Zwerge folgen. Gemeinsam mit dem kleinen Trupp soll Bilbo den Drachen Smaug aus dem Berg Erebor vertreiben und als Belohnung dafür den vierzehnten Teil des dort gehorteten Schatzes erhalten. Der Grund, warum die kampflustigen Zwerge und der magiebewanderte Gandalf auf die Dienste des scheinbar völlig ungeeigneten Hobbits zurückgreifen, liegt alleine in dessen Statur begründet, denn aufgrund ihrer überschaubaren Körpermaße eignen sich Hobbits als ideale Meisterdiebe. Obwohl Bilbo anfangs völlig überrumpelt ist, lässt er sich schließlich auf das Abenteuer ein, sodass die Reise quer durch Tolkiens Welt Mittelerde beginnt.

Reise und Ring: Der kleine Hobbit im Feindesland

Der eine Ring spielt schon im Hobbit eine Rolle

Der eine Ring spielt schon im Hobbit eine Rolle

Auf dem beschwerlichen Weg zum Berg Erebor geraten Bilbo, die Zwerge und Gandalf in Gefangenschaft, die jedoch nicht lange währt. Bei dem Fluchtversuch verliert Bilbo allerdings den Rest der Gruppe und findet sich bald in einem Höhlensystem wieder, wo er den Ring zufällig findet. Dessen Besitzer allerdings, das eigenartige Wesen namens Gollum, lebt ebenfalls in der Höhle, hat den Verlust allerdings noch gar nicht bemerkt. Er verwickelt Bilbo in einen Rätselwettkampf, den der kleine Hobbit zwar gewinnt, danach aber trotzdem nur unter Einsatz des Ringes lebend davonkommt. Die wahre Macht des Ringes zeigt sich an dieser Stelle zum ersten Mal recht deutlich. In der Folge nutzt Bilbo den Ring in der Folge auch gleich dazu, seine Gefährten aus der Gefangenschaft der Orks zu befreien.

Das Finale: Schlachten und Dramatik

Einige Zeit später erreichen Bilbo und die Zwerge den Einsamen Berg, in dem Drache Smaug haust. Der kleine Hobbit bricht mithilfe des Ringes zu Erkundungen in den Drachenhort auf und kann auf diese Weise Smaugs Schwachstelle erkennen, sodass die Tötung durch den Bogenschützen Bard nur das vorgezogene Finale ist – denn der nun unbewachte Drachenschatz hat nicht nur bei den Zwergen Begehrlichkeiten geweckt. Die Aussicht auf unermesslichen Reichtum lockt Menschen, Zwerge und Orks gleichermaßen an, die sich letztlich in einer gewaltigen Schlacht gegenüberstehen. Das notgedrungene Bündnis von Zwergen und Menschen kann die Orks dabei mühelos besiegen, allerdings verliert auch der König der Zwerge, Thorin Eichenschild, in der Schlacht sein Leben. Am Ausgang der Geschichte ändert dies jedoch nichts; der Drache ist tot und der Berg befreit, sodass der kleine Hobbit sich endlich wieder auf den Weg ins Auenland machen kann – mit dem Ring im Gepäck.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *